zurück
Bewegung

Kurzportrait: Yoga

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel
15.04.2020 | 2 Minute(n) Lesezeit

Yoga ist bereits seit etlichen Jahren unglaublich angesagt. Und der Hype wird kaum weniger. Es gibt unzählige Yoga-Gurus, Retreats in fernen Ländern und sogar einen Weltyogatag. Und das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn Yoga hat sehr viele positive Effekte auf Körper, Seele und Geist.

Was ist Yoga?

Yoga entstand vor etwa 7.000 Jahren in Indien als Lehre zur Erhaltung und Verbesserung von Gesundheit und Selbstverwirklichung. Wörtlich übersetzt bedeutet das Sanskrit-Wort „yoga“ u.a. „Verbindung, Vereinigung, Methode oder Technik“. Sein ganzheitlicher Ansatz soll Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Dazu werden geistige und körperliche Übungen eingesetzt. Diese bestehen aus Muskelübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayamas) und Meditation.
Die Asanas sind Muskel- und Entspannungsübungen, die im Einklang mit dem Atemrhythmus durchgeführt werden. Sie sind kräftigend für das Gewebe und wirken ausgleichend. Pranayamas, die Atemübungen, dienen der Anregung der Selbstreinigungskräfte und des Stoffwechsels.

Welche Unterschiede gibt es?

Allen Übungen liegt der enge Zusammenhang von Körper, Geist und Seele zu Grunde. Sie sollen das Körperbewusstsein und die Wahrnehmung innerer Prozesse verstärken. Sie können die Körperhaltung, Beweglichkeit, Kraft, aber auch die geistigen Fähigkeiten stärken. Es existieren heute viele verschiedene Yogaarten, die diese Grundprinzipien unterschiedlich gewichten. Einige sind sportlich dynamisch, andere eher ruhig mit vielen statischen Halteübungen, wieder andere stark spirituell ausgerichtet mit dem Schwerpunkt auf Meditation. Es gibt mittlerweile unzählige Stile und es kommen stetig neue dazu. Die spürbaren Wirkungen sind im Grunde bei allen ähnlich.

Warum ist Yoga gesund?

Die Konzentration auf die Atmung fördert das parasympathische Nervensystem. Dieses hemmt die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol, sodass du dich entspannen kannst und sich dein Körper regenerieren kann. Der Geist kommt zur Ruhe. Das bewusste Atmen verbessert außerdem die Sauerstoffaufnahme und dessen Verteilung im Blut, was die Gehirnleistung erhöht. Du fühlst dich fitter und klarer im Kopf und hast mehr Energie. In Verbindung mit den fließenden dynamischen Übungen wird das Herz-Kreislauf-System sanft gestärkt und Stress abgebaut. Die Muskulatur wird gedehnt und gekräftigt. Da ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht praktiziert wird, stärkt Yoga die Körperkontrolle und das Körperbewusstsein.

Wenn du jetzt das Gefühl hast, du möchtest Yoga unbedingt einmal ausprobieren, dann gebe ich dir den Rat, folgende drei Dinge dabei zu beachten:

  1. Dein Yogastil sollte dein persönliches Temperament ergänzen. Wenn du sonst eher schnell und dynamisch trainierst, wäre sportliches Yoga die falsche Wahl. Geeignet ist eher die energetische Ergänzung zum eigenen Temperament. Das Schnelle, Dynamische kennt dein Gehirn schon – du möchtest aber beim Yoga ja einen Ausgleich zu deinem Alltag oder anderen Sportarten, die du betreibst. Also solltest du dann eher einen ruhigeren Stil wählen, hier liegt die Herausforderung.
  2. Probiere eine Yoga-Stunde aus, sei offen und lass dich darauf ein. Nicht jeder findet nämlich sofort den Yogastil, der ihm entspricht und der es ihm erlaubt, sein Potenzial voll zu entfalten. Wenn dann der eine Stil wirklich nichts für dich ist, probiere einen anderen aus.
  3. Die Chemie mit dem Yoga-Lehrer/der Lehrerin muss stimmen. Du solltest seine Kompetenz spüren und das Gefühl haben, ihm vertrauen zu können. Man wandert ja auch nicht mit einem Bergführer, dem man nicht vertraut.

Ob ein Lehrer oder ein Stil zu dir passen, zeigt erst die Zeit. Du solltest dich mindestens drei- bis viermal auf den Unterricht einlassen, denn möglicherweise ist das Angebot eigentlich perfekt für dich, entspricht aber beim ersten Versuch vielleicht nicht deiner Tagesform. Yoga braucht auch immer ein paar Stunden, um seine Wirkungen voll zu entfalten. Was dir guttut, weißt du also nicht direkt nach dem Kurs.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel

Daniel Büschel ist Gesundheitsmanager. Für ihn ist klar, dass die meisten körperlichen Probleme aufgrund von zu wenig Bewegung entstehen. Auch eine gesunde Ernährung ist für ihn ein wichtiger Faktor. Deshalb möchte er andere Menschen dazu inspirieren, sich mehr zu bewegen und sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Seine Leidenschaft sind Functional Fitness und das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Sein Motto: "The body is made for movement, so don't waste it. Move yourself!"

Mehr aus dem Topfit.Blog

Mental.Fit

Die 6 Zutaten für eine perfekte Entschuldigung

Wie entschuldigt man sich richtig? Kann man sich überhaupt falsch entschuldigen? Ich verrate dir heute die sechs idealen Zutaten, damit deine nächste Entschuldigung auch die erhoffte Wirkung entfaltet.

Autorenbild Fabian Laukamp
Fabian Laukamp
24.11.2021 | 3 Minute(n) Lesezeit
Ernährung

Kaffee - gesund oder ungesund?

Umgerechnet 164 Liter Kaffee trinken die Deutschen im Durchschnitt pro Jahr. Kaffee ist mit Abstand das beliebteste Heißgetränk hierzulande. Obwohl sich jeden Tag Millionen von Menschen ihren Kaffee schmecken lassen, gehen die Meinungen zu seiner Wirkung oft auseinander. In diesem Beitrag erfährst du, ob Kaffee gesund oder doch eher ungesund ist.

Autorenbild Maria Wilhelm
Maria Wilhelm
17.11.2021 | 4 Minute(n) Lesezeit
Ernährung

Für den kleinen Hunger: Meine Top 5 Büro-Snacks

Wer kennt es nicht: Das Nachmittagstief im Büro. Die Konzentration lässt nach, die Aufmerksamkeit nimmt ab. Ein kleiner Snack kann dem Energietief entgegenwirken. Wenn dir Studentenfutter und Co. zu langweilig sind, solltest du einen meiner Top 5 Büro-Snacks ausprobieren.

Autorenbild Maria Wilhelm
Maria Wilhelm
10.11.2021 | 1 Minute(n) Lesezeit