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Bewegung

Sport bei Hitze

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer
12.06.2020 | 2 Minute(n) Lesezeit
Warum ist größere Hitze ein Problem für uns?

Immer wenn du Sport treibst, ist es normal, dass sich die Temperatur in deinem Körper erhöht. Steigen die äußeren Temperaturen und die Hitzeeinwirkung durch Sonne im Sommer, stellt dies deinen Körper jedoch vor ungewohnt starke Herausforderungen. Unser Körper kann nur in einem Temperaturbereich von 36 bis 38 Grad gut arbeiten. Steigt die Körperkerntemperatur über diesen Schwellenwert, bedeutet das sehr viel Stress und ist mit Problemen verbunden. Besonders das Gehirn und der Kreislauf leiden darunter und reagieren mit Ausfallerscheinungen wie einem Abfallen des Blutdruckes, Kopfschmerzen, Schwindelgefühl oder allgemeinem Unwohlsein. Dies kann sogar so weit gehen, dass bei unzureichenden Gegenmaßnahmen und nicht vorhandener Abkühlung Bewusstlosigkeit eintreten kann.

Sollte man in dieser Zeit überhaupt Sport treiben?

Die Antwort hierzu lautet klar: Ja, nur angepasst! Wer sich in den Sommermonaten gänzlich auf die faule Haut legt, der riskiert einen Rückgang seiner körperlichen Leistungsfähigkeit und muss dann im Herbst wieder weitestgehend von vorne mit dem Training beginnen. Der Organismus des Menschen passt sich ständig seinem Bewegungsalltag an. Wird über längere Zeit kaum bis überhaupt kein Sport getrieben, so geht auch die körperliche Leistungsfähigkeit zurück. Damit verschenkst du viel von deinen Anstrengungen, die du bereits in deine Trainingseinheiten investiert hast. Mit ein paar Anpassungen lässt sich die sportliche Einheit auch im Sommer ohne größere zusätzliche Belastungen für den Körper durchführen!

1. Die passende Tageszeit suchen

Gerade über die Mittags- und Nachmittagsstunden hinweg sind die Temperaturen auf dem Höchststand. Diesen Abschnitt gilt es mit der sportlichen Einheit zu vermeiden. Es sei denn, die Einheit findet überwiegend im Schatten statt, wie zum Beispiel beim Heimtraining im Garten oder einem Waldlauf. Wer jedoch der Sonne nicht entkommen kann, der sollte das Training lieber auf die deutlich kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.

2. Kein Leistungsmaximum anstreben

Unter den erschwerten Bedingungen ist es normal, dass dein Körper nicht sein volles Leistungsmaximum abrufen kann. Dies solltest du stets im Hinterkopf behalten und die Intensität etwas reduzieren, damit du keine körperlichen Probleme riskierst. Gerade wenn du merkst, dass dir unwohl wird, solltest du einen Gang runterschalten und dich nicht überfordern. Auch ein spontaner Abbruch der Trainingseinheit ist keine Schande und sollte immer einem Kreislaufversagen vorgeschoben werden.

3. Ausreichend Trinken

Bei steigender Körpertemperatur versucht der Körper vor allem über eine verstärkte Schweißproduktion und den Verdunstungseffekt eine Abkühlung zu erzielen. Für diesen Prozess benötigt der Körper einen ausgeglichenen Wasserhaushalt. Deshalb solltest du stets darauf achten, bereits vor der Sporteinheit ausreichend Flüssigkeit zu dir genommen zu haben. Sind es längere Sporteinheiten, ist ein regelmäßiges Trinken während dem Sporttreiben unverzichtbar. Und auch danach solltest du die verlorengegangene Flüssigkeit rasch wieder auffüllen, damit deine geistige Leistungsfähigkeit nicht eingeschränkt ist und dein Körper sich von der Belastung regenerieren kann. Eine Apfelschorle im Mischverhältnis von 50:50 liefert dir Flüssigkeit, Nährstoffe und kann zudem schnell von deinem Körper aufgenommen werden.

Schon gewusst

Bei einer einstündigen Laufeinheit unter höheren Außentemperaturen im Sommer verlierst du schnell 1,5 bis 2 Liter Körperwasser. Dies solltest du berücksichtigen und in deine tägliche Flüssigkeitsaufnahme miteinbeziehen. Aus den geplanten 2 Litern täglich können dann schnell mal 3 bis 4 Liter werden.

4. Den Kopf und die Augen schützen

Gerade der Kopf leidet bei fehlender Bedeckung stark an der gestiegenen Hitzeeinstrahlung. Um sich vor einem gefährlichen Sonnenstich zu schützen, sollte man intensiven Sport in der freien Sonne meiden. Auch die UV-Strahlung der Sonne kann die Augen nachhaltig schädigen. Treibt es dich in diesen Umständen trotzdem nach draußen zum Sport treiben, ist es anzuraten, den Kopf mit einer Sportcap und die Augen mit einer hochwertigen Sonnenbrille zu schützen.

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer

Ich bin Sportwissenschaftler und zusätzlich Trainer für die Bereiche Fitnesstraining, Rückenschule, Nordic Walking und Aquagymnastik. Ich mache einen gesunden Mix aus vielen verschiedenen Sportarten, am liebsten aber Kraftsport. Mein Motto: "Invent yourself. And then reinvent yourself."

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