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Ernährung

Aufgedeckt: 7 Mythen über das Thema Abnehmen

Autorenbild von Christina Peric
Christina Peric
11.01.2021 | 3 Minute(n) Lesezeit

Egal, ob es die eigenen Freunde sind, Arbeitskollegen oder Menschen auf Instagram, denen du eifrig folgst – irgendjemand meint immer, ein paar tolle Tipps in Sachen „Abnehmen“ aus dem Ärmel schütteln zu müssen, die dich effektiv nur noch mehr verwirren, anstatt dir weiterzuhelfen. Die folgenden sieben Abnehm-Mythen sollte wirklich jeder kennen … und zu seinem Vorteil nutzen.

1. Mythos: „Nach 18 Uhr nichts mehr essen!“
Diese Aussage hört man immer wieder, doch sie ist schlicht und ergreifend falsch. Es ist nämlich nicht wichtig, wann man isst, sondern wie lange man danach noch wach ist. Stoffwechsel und Verdauung arbeiten nicht gut im Schlaf, weil in dieser Zeit die Körperfunktionen heruntergefahren werden. Zwischen dem letzten Essen und dem Schlafengehen sollten zwei bis drei Stunden liegen. Nachteulen dürfen sich also deutlich später einen Snack erlauben als Menschen, die früh ins Bett gehen.

2. Mythos: „Vollkorn hat weniger Kalorien!“

Egal ob Brot, Nudeln oder Reis – die Vollkornvariante liefert ähnlich viele Kalorien wie die aus Weißmehl. Einige Vollkornprodukte weisen sogar eine höhere Energiebilanz auf. Das liegt daran, dass das volle Korn mit den fetthaltigen Randschichten verarbeitet wird. Trotzdem solltest du immer die Vollkornvariante bevorzugen, denn diese enthält nicht nur mehr Mineralstoffe und Spurenelemente, sondern auch sättigende Ballaststoffe. Somit isst du automatisch weniger und dadurch sparst du dann wirklich Kalorien.

3. Mythos: „Light macht leicht!“

„Nur 0,1 Prozent Fett“, „ohne Zuckerzusatz“ oder „zero Kalorien“– oftmals versprechen solche Aufschriften auf Lebensmittelverpackungen eine gesündere und vor allem kalorienreduzierte Ernährung. In Wirklichkeit sind solche Produkte jedoch alles andere als gesund und können vor allem eins: dick machen. Fettarme Produkte enthalten zwar tatsächlich weniger Fett, allerdings ist Fett ein wichtiger Geschmacksträger. Damit fettreduzierte Produkte weiterhin schmecken, geben manche Hersteller mehr Zucker dazu. Die Folge kann sein, dass diese Nahrungsmittel trotz weniger Fett mehr Kalorien als die Originalprodukte enthalten. Kalorienreduzierte Produkte enthalten anstelle von herkömmlichen Zucker Süßstoffe und damit pro 100 g wirklich weniger Kalorien. Süßstoffe regen jedoch den Appetit an und steigern das Verlangen nach extrem süßen Lebensmitteln, wodurch man – richtig! – mehr isst.

4. Mythos: „Kartoffeln machen dick!”
Diese Behauptung ist so pauschal falsch. Entscheidend ist die Verarbeitung. Salz- oder Pellkartoffeln sind vergleichsweise kalorienarme Lebensmittel: Sie sind deutlich kalorienärmer als Reis oder Nudeln. Kartoffeln enthalten pro 100 Gramm unter 100 Kalorien und haben einen hohen Sättigungswert. Sie stecken voller Ballaststoffe und wertvoller Kohlenhydrate. Das sorgt für ein langes Sättigungsgefühl. Heutzutage werden aber immer mehr verarbeitete Kartoffeln gegessen, deren Kaloriengehalt durch Fettzugabe und sinkenden Wassergehalt bis zu sechsmal so hoch sein kann.

5. Mythos: „Ausdauertraining reicht zum Abnehmen!“

Schnell die Weihnachtspfunde wieder loswerden: Wer sich jetzt zum Joggen motivieren kann, hat schon viel erreicht. Zum Abspecken reicht dies aber noch nicht. Wer Pfunde loswerden möchte, sollte neben Ausdauer- auch auf Krafttraining setzen. Ausdauersport wie Laufen baut zwar ordentlich Fett ab, regt aber das Muskelwachstum kaum an. Weil mehr Muskelmasse mehr Energie verbraucht, ist zusätzliches Krafttraining empfehlenswert. Dafür muss man nicht unbedingt Gewichte stemmen. Zwei- bis dreimal 20 Minuten Krafttraining pro Woche mit dem Theraband oder dem Eigengewicht reichen völlig aus.

6. Mythos: „Alkohol regt die Fettverbrennung an!“

Für viele gehört nach einem fettigem Essen ein Verdauungsschnaps dazu. Der berühmte Verdauungsschnaps ist jedoch ein Mythos. Alkohol fördert nämlich die Fettspeicherung und bremst die Verdauung. Um den Alkohol, der eigentlich ein Nervengift ist, schnell wieder loszuwerden, baut ihn der Körper sofort ab. Die Verdauung von Kohlenhydraten, Fett und Protein steht erst mal still. So können dann die Fettdepots besser gefüllt werden. Der Verdauungsschnaps macht also genau das Gegenteil von dem, was ihm nachgesagt wird!

7. Mythos: „Sauna hilft beim Abnehmen!“

Der wohl bekannteste Sauna-Mythos dreht sich um den Gewichtsverlust in der heißen Schwitzstube. Beim Saunieren werden leider keine Kalorien verbrannt. Stellt man nach dem Gang in die Sauna erfreut fest, dass man deutlich weniger auf der Waage bringt, freut man sich zu früh. Der Gewichtsverlust ist in diesem Fall auf das Schwitzen zurückzuführen. Geübte Saunagänger verlieren bis zu 1,5 Liter Schweiß pro Saunagang – und der besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Auf der Waage wirkt es so, als hätte man tatsächlich abgenommen. Durch das Trinken im Anschluss erreicht man aber schnell wieder sein ursprüngliches Gewicht.

Was dich auch ins Schwitzen bringt, aber im Gegensatz zum Saunieren garantiert beim Abnehmen hilft, ist dieses Fat-Burn-Workout, das lästige Fettpölsterchen im Nu schmelzen lässt.

Autorenbild von Christina Peric
Christina Peric

"Isst du dann überhaupt so etwas wie Kuchen?" ist die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn Leute hören, dass ich als Ernährungsexpertin arbeite. Ja, na klar! Ein Stück hausgemachter Apfel-Streuselkuchen und eine schöne Tasse Kaffee am Nachmittag, herrlich! Eine gesunde Ernährungsweise heißt für mich persönlich vor allem eins: Bewusst essen und genießen.

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