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Ernährung

Das kleine Beeren 1x1: Warum Beeren gesund und "bärenstark" machen

Autorenbild von Maria Wilhelm
Maria Wilhelm
21.07.2021 | 3 Minute(n) Lesezeit

Pflücken und ab damit in den Mund - schon sind die kleinen Beeren verspeist. Sie sind der ideale Sommersnack für Picknicks und Outdoor-Aktivitäten und können auch im Winter aus dem Gefrierfach aufgetaut und zum Verfeinern von Speisen genutzt werden. Praktischerweise stecken viele Ballaststoffe, Mineralien, Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe in den kleinen Früchten. Und als ob das nicht schon genug wäre - sie sind auch noch kalorienarm!

Erdbeere

Mit gerade Mal 33 kcal/100 g zählt die Erdbeere zu den Lieblingsbeeren in der Bundesrepublik und gilt somit als kalorienarmer Snack für Zwischendurch. Die roten Früchte sind übrigens keine Beeren. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und dabei zu den so genannten Sammelnussfrüchten. Ihre eigentlichen Früchte sind nämlich die klitzekleinen hellen Nüsschen. Die rote Beere selbst nennt man Scheinfrucht oder Fruchtboden. Ihr hoher Anteil an Ballaststoffen fördert insbesondere die Verdauung. Die Inhaltsstoffe Pektin und Zellulose beugen vor allem Verstopfung und Übergewicht vor. Wusstest du, dass die Erdbeere zu 90 Prozent aus Wasser besteht und mit 59 mg/100 g mehr Vitamin C als Orangen (50mg/100g) enthält? Damit decken bereits 200 g Erdbeeren den Tagesbedarf eines Erwachsenen an Vitamin C.

In Deutschland beginnt die Erdbeersaison bereits im Mai. Bis Ende Juli kannst du die roten Leckerbissen pflücken oder wahlweise kaufen. Achte bei deinem Kauf auf regionale Erdbeeren, denn viel Aroma und gesunde Inhlatsstoffe enthalten nur Früchte, die aus Freilandbau kommen. Weniger davon liefern Erdbeeren, die unter Folie angebaut werden.

Johannisbeere

Der Name Johannisbeere kommt daher, dass die Beeren des sommergrünen Strauchs meist um den Johannistag am 21. Juni reif werden. Die Johannisbeere gehört zu der Gattung der Stachelbeergewächse und existiert in drei Farben: rot, weiss und schwarz. Die rote Johannisbeere enthält 45 kcal/100 g und 41 mg/100g Vitamin C. Sie gehört aufgrund ihres säuerlich-fruchtigen Geschmacks zu der beliebtesten und häufigsten Sorte. Wesentlich inhaltsreicher ist die schwarze Johannisbeere, welche viermal so viel Vitamin C liefert als die rote Sorte. Zubereitet als Tee wirken die Blätter der Johannisbeere mit all Ihren Substanzen harntreibend und werden in der Volksmedizin bei verschiedenen Krankheitsbeschwerden empfohlen, wie z.B. bei Blasenentzündung.

Himbeere

Nach den Erdbeeren zählen die Himbeeren zu den Lieblingsbeeren der Deutschen. Zu Recht: Sie schmecken nicht nur lecker, sondern liefern mit nur 33 kcal/100 g wenig Energie, dafür aber viele Vitamine sowie sekundäre Pflanzenstoffe. Neben Provitamin A und Vitamin B enthalten sie eine Menge an Vitamin C. 150 g Himbeeren decken ein Drittel des benötigten Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Aufgrund ihres hohen Eisengehalts wirkt die rote Frucht blutreinigend und blutbildend. In 250 g Himbeeren stecken außerdem 100 mg Kalzium. In Kombination mit einem Naturjoghurt werden die Früchte zu einer regelgerechten Kalziumbombe.

Brombeere

Die Brombeersaison startet im Juni und endet im September. Die Beeren sind nicht nur wegen ihrem geringen Kaloriengehalt (44 kcal/100g) hervorragend als gesunder Snack geeignet, sondern liefern zugleich eine Fülle an Vitaminen. Sie zeichnet besonders ihr hoher Gehalt an Provitamin A aus, welches im Körper zu Vitamin A umgewandelt wird und insbesondere die Sehkraft stärkt. Zudem sind sie reich an Eisen, Magnesium und Mangan. Mit 125 g lässt sich der tägliche Bedarf an Mangan, Magnesium und ein Drittel des Tagesbedarfs an Vitamin C decken. Mangan ist vor allem wichtig für die Knochen und das Bindegewebe, Magnesium kurbelt die Muskel- und Nervenfunktionen an und Vitamin C stärkt die Immunabwehr. Neben Heidelbeeren sind Brombeeren eine der besten Quellen für stark antioxidativ wirksame Anthocyane (Pflanzenfarbstoffe). Das sind sekundäre Pflanzenstoffe, mit denen sich Pflanzen vor UV-Schäden schützen. Indem wir sie essen, profitieren auch unsere Zellen vom effektiven Schutz vor Alterung und Entartung. Die Pflanzenfarbstoffe wirken immunstärkend und entzündungshemmend. Zudem sollen sie eine positive Wirkung auf den Cholesterin-Stoffwechsel haben und auch bei Nervosität und Stress hilfreich sein.

Stachelbeere

In den kleinen grünen Wunderbällen steckt besonders viel Vitamin C. Rund 150 mg der Frucht decken den Tagesbedarf und stärken das Immunsystem. Der hohe Ballaststoffgehalt der Stachelbeere fördert die Verdauung und senkt den Cholesterinspiegel. Mit 7g/100g Beeren liegt ihr Zuckergehalt jedoch höher als bei Weintrauben. Die Stachelbeerschale ist für einige Menschen nur schwer verdaulich. Sofern du einen empfindlichen Magen hast, solltest du Stachelbeeren lieber gedünstet oder püriert genießen, anstatt sie roh zu essen.

Heidelbeere

Heidelbeeren schmecken nicht nur lecker, sondern enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe. Aufgrund ihres hohen Anteils an Anthocyanen gilt die Heidelbeere als Königin der antioxidativen Früchte. Anthocyane schützen vor freien Radikalen und können das Krebsrisiko mindern. Der hohe Gehalt an Gerbstoffen macht die Heidelbeere zum idealen Entzündungshemmer. Gerbstoffe wirken keimtötend. In der Volksheilkunde werden etwa Zahnfleischentzündungen, Magen-Darm-Probleme, entzündliche Ekzeme und schlecht heilende Wunden mit Heidelbeeren behandelt.


Autorenbild von Maria Wilhelm
Maria Wilhelm

Maria Wilhelm ist Gesundheitsmanagerin. Sie legt Wert darauf, den eigenen Körper wie einen guten Freund zu pflegen und auf die Signale zu hören, die er sendet. Für sie heißt Gesundheit nicht, täglich Sport zu machen und sich nur von Obst und Gemüse zu ernähren, sondern im Einklang mit sich selbst zu sein und sich im eigenen Körper wohlzufühlen. Sie möchte Menschen erreichen, die es erst mit ein bisschen Unterstützung schaffen, aus der eigenen Komfortzone und damit auch aus ungesunden Kreisläufen auszubrechen. Denn für sie ist Motivation die Grundlage für mehr Spaß an einem gesunden und ausgewogenen Lebensstil.

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