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Ernährung

So schützt du dich am besten vor der Sonne

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel
25.05.2020 | 3 Minute(n) Lesezeit

Allein in Deutschland erkranken derzeit jährlich über 293.000 Menschen neu an einem Hauttumor, etwa 35.000 von ihnen am lebensgefährlichen „malignen Melanom“, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Der größte Risikofaktor dafür ist das Sonnenlicht. Deren UV-Strahlung schädigt das Erbgut und lässt Zellen mutieren, wodurch Hautkrebs entstehen kann.

UV-Strahlung, was ist das überhaupt?

UV-Strahlung ist die ultraviolette Strahlung des Sonnenlichts. Es gibt UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlen. UV-C-Strahlen werden von der Erdatmosphäre komplett herausgefiltert, erreichen die Erde nicht und sind somit für uns ungefährlich. Die UV-B-Strahlung wird ebenfalls durch die Atmosphäre herausgefiltert, jedoch nicht vollständig: etwa zehn Prozent der UV-B-Strahlung erreicht noch die Erdoberfläche. Das UV-B-Licht ist kurzwellig und kann deshalb nicht so tief in die Haut eindringen. Bei geringen Dosen bildet die Haut eine Lichtschwiele, das ist eine Verdickung der obersten Hautschicht. Diese wirkt wie ein natürlicher Sonnenschutz. Die längerwellige UV-A-Strahlung erreicht dagegen weitgehend ungehindert die Erde. Die UV-A-Strahlen dringen tief in die Haut ein und können dort die Zellen schädigen. Die Haut wird zwar gebräunt, baut jedoch keinen Lichtschutz auf. Da die UV-Strahlen für unsere Augen unsichtbar sind, wird ihre Intensität oft unterschätzt. Deshalb ist es wichtig, dass du deine Haut vor zu viel Strahlung schützt. Folgende Tipps helfen dir dabei:

1. Die Haut schützen

Kleidung schützt deine Haut vor der UV-Strahlung. Dabei solltest du auf helle Kleidung achten, sie reflektiert die Sonnenstrahlung, dunkle oder schwarze Kleidung dagegen absorbiert sie. Unbedeckte Haut solltest du mit Sonnencreme eincremen.

Schon gewusst

Auch im Schatten kommen durch Reflexionen noch 20-30% der Strahlen an. Deshalb solltest du auch dort auf ausreichend Schutz durch Sonnencreme oder Kleidung achten.

2. Die richtige Sonnencreme verwenden

Natürlich ist es generell gut, Sonnencreme zu benutzen. Du solltest aber für den optimalen Schutz deinen Hauttyp kennen und eine Sonnencreme mit dem richtigen Filter sowie Lichtschutzfaktor wählen. Die Sonnencreme verlängert die Eigenschutzzeit deiner Haut, die je nach Hauttyp unterschiedlich lang ist. Über diese Tabelle kannst du die Eigenschutzzeit deiner Haut bestimmen:

Die Eigenschutzzeit deiner Haut multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die Anzahl der Minuten, die du in der Sonne verbringen kannst. Mit dem Hauttyp 2 und einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 20 könntest du also zwischen 3 und 6 Stunden in der Sonne verbringen. Achte dabei jedoch auf deine Haut. Der Lichtschutzfaktor ist zwar ein Anhaltspunkt zur Einschätzung der Schutzzeit, aber keine Garantie. Bei Rötung oder Brennen der Haut solltest du sofort aus der Sonne. Wichtig ist außerdem, dass die Sonnencreme auch die schädliche UV-A-Strahlung blockiert. Das erkennst du am UVA-Siegel auf der Verpackung.

3. Solarien vermeiden

Künstliche Strahlung wie sie in Solarien größtenteils verwendet wird enthält fast nur langwellige UV-A-Strahlen. Da diese zwar bräunen, aber keinen Sonnenschutz aufbauen, zahlst du für eine schöne braune Haut einen hohen Preis. Vorbräunen für den Sommerurlaub ist nicht nur wirkungslos, sondern schädigt deine Haut und beschleunigt obendrein ihren Alterungsprozess.

4. Die Mittagszeit im Schatten verbringen

Mittags hat die Sonne die größte Intensität. Deshalb solltest du in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr im Schatten bleiben. Lass dich aber durch den Schatten nicht täuschen! Da auch im Schatten Strahlung herrscht, solltest du dort ebenfalls auf ausreichend Schutz durch Sonnencreme und Kleidung achten.

5. Kopf und Augen schützen.

Der Kopf bekommt oft die meiste Strahlung ab, besonders wenn die Sonne hoch am Himmel steht. Achte deshalb darauf, immer einen Hut mit breiter Krempe oder eine Cap mit Schirm zu tragen, die idealerweise auch dein Gesicht schützt. Mit einer Sonnenbrille schützt du zusätzlich deine Augen. Um die Strahlung zu reduzieren, ist jedoch der richtige Filter wichtig, eine Tönung der Gläser alleine reicht nicht aus und ist sogar schädlich: Die dunkle Tönung sorgt dafür, dass deine Pupillen sich nicht zusammenziehen. Gleichzeitig filtern die Gläser das schädliche UV-Licht aber nicht. Es kann also ungehindert ins Auge strahlen und deine Netzhaut schädigen.

Tipp

Gute Sonnenbrillen filtern alle UV-Strahlen bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern heraus. Diese Brillen sind zum Beispiel mit „UV400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ gekennzeichnet. Achte deshalb beim Kauf einer Sonnenbrille auf dieses Zeichen oder lass dich bei einem Optiker professionell beraten.

Mit dem richtigen Schutz kannst du die sonnigen Tage also ohne Probleme genießen!

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Daniel Büschel

Daniel Büschel ist Gesundheitsmanager. Für ihn ist klar, dass die meisten körperlichen Probleme aufgrund von zu wenig Bewegung entstehen. Auch eine gesunde Ernährung ist für ihn ein wichtiger Faktor. Deshalb möchte er andere Menschen dazu inspirieren, sich mehr zu bewegen und sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Seine Leidenschaft sind Functional Fitness und das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Sein Motto: "The body is made for movement, so don't waste it. Move yourself!"

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