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Ernährung

Superfood - super gut?

Autorenbild von Christina Peric
Christina Peric
08.05.2020 | 1 Minute(n) Lesezeit

Gefühlt kommt kein kulinarischer Instagram-Post ohne den Hashtag #superfood und keine TV-Kochshow mehr ohne Zutaten wie Chiasamen, Avocado oder Gojibeere aus. Die so genannten Superfoods sind in aller Munde.

Was versteht man unter Superfood?

Der Begriff „Superfood“ ist nicht geschützt. Eine fachliche Definition existiert auch nicht. In der Umgangssprache versteht man unter „Superfood“ jedoch, dass sich das jeweilige Lebensmittel positiv auf die Gesundheit auswirken soll. Dafür sollte ein echtes Superfood im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln sehr große Mengen an Nähr- und Wirkstoffen liefern und dabei gleichzeitig möglichst naturbelassen sein. Aber nicht jedes Superfood muss teuer sein und aus entfernten exotischen Regionen stammen. Selbst in Deutschland wachsen Superfoods, wie z.B. Beeren hinter jeder Hausecke und Gemüse und Obst auf den verschiedensten Feldern. Diese für uns leicht zugänglichen und preiswerten Lebensmittel, werden von der Nahrungsmittelindustrie jedoch nicht in dem Stil angepriesen, wie z.B. Beeren und Samen aus Asien.

Welchen gesundheitlichen Nutzen haben Superfoods?

Superfoods sollen wahre Superhelden sein. Ihnen werden allerlei gesundheitsfördernde Eigenschaften zugeschrieben, sie sollen Krankheiten vorbeugen und zudem schlank machen. Derzeit existieren jedoch keine zuverlässigen wissenschaftlichen Daten darüber, dass Superfood-Produkte einen besonderen Effekt auf die Gesundheit haben, der über eine übliche gesunde Ernährung hinausgeht. Auch für eine schlankmachende Wirkung von Superfoods fehlen wissenschaftliche Belege.

Welche heimischen Alternativen gibt es?

Man glaubt es kaum, aber Superfood wächst auch direkt vor deiner Haustür. Egal ob Walnüsse, Heidelbeeren, Brokkoli, Spargel, Leinsamen, Hirse oder Wildkräuter – das regionale Angebot an Superfood ist immens. Das Gute dabei ist, dass diese regionalen Produkte mit den Exoten aus Fernost mithalten können. Sie sind genauso wertvoll in ihren Inhaltsstoffen, besitzen eine bessere Ökobilanz und schonen vor allem deinen Geldbeutel. Betrachten wir einen Exportschlager: die Chiasamen. Die kleinen Körner bestechen vor allem durch einen hohen Anteil an Proteinen, Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen. Doch vergleicht man sie mit den Leinsamen, so muss sich diese heimische Alternative ganz und gar nicht verstecken. In Sachen Nährstoffbilanz haben Leinsamen mindestens genau soviel zu bieten, in punkto Umwelt und Kosten schneidet sie sogar deutlich besser ab als die Chiasamen.

Kurz gesagt

Heimische Superfoods können durchaus mit den Exoten aus Fernost mithalten. Bevor du also nächstes Mal Ausschau nach einem Superfood mit unaussprechlichem Namen hältst, dessen Preis nicht im Geringsten seine Wirkung rechtfertigt, greif lieber zu Obst und Gemüse auf dem Wochenmarkt bei dir um die Ecke zurück.

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Christina Peric

"Isst du dann überhaupt so etwas wie Kuchen?" ist die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn Leute hören, dass ich als Ernährungsexpertin arbeite. Ja, na klar! Ein Stück hausgemachter Apfel-Streuselkuchen und eine schöne Tasse Kaffee am Nachmittag, herrlich! Eine gesunde Ernährungsweise heißt für mich persönlich vor allem eins: Bewusst essen und genießen.

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