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Die 6 Zutaten für eine perfekte Entschuldigung

Autorenbild von Fabian Laukamp
Fabian Laukamp
24.11.2021 | 3 Minute(n) Lesezeit

Ein kleiner Rempler im Bus – „Oh, Entschuldigung.“ Das Getränk verschüttet – „Tut mir leid.“ Bei Kleinigkeiten fallen uns Entschuldigungen meist relativ leicht. Handelt es sich um größere Fehltritte, dann sieht das schon ganz anders aus. Dann findet man häufig Schweigen, dabei wäre doch genau in diesen Momenten eine Entschuldigung so wichtig! Warum verstummen wir so häufig, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht? Manchmal ist es der eigene Stolz, ein anderes Mal schämen wir uns und wollen unseren Fehler am liebsten totschweigen und wieder ein anderes Mal sehen wir die Schuld nicht allein bei uns. Ganz nach dem Motto „Warum soll ich mich entschuldigen, kann der doch auch?“ herrscht dann häufig das große Schweigen. Gerade in solchen Momenten wäre es sehr wichtig, dass jemand den ersten Schritt macht. Ansonsten besteht die Gefahr, dass niemals eine Klärung des Konflikts stattfindet und immer etwas Unausgesprochenes zwischen den Menschen stehen bleibt.

Wie sieht die perfekte Entschuldigung aus?

Langfristig ist Vermeiden also nicht der richtige Weg, weder für dich selbst noch für deinen Gegenüber. Hast du deine Entschuldigung angeboten und diese wurde abgelehnt, dann kannst du es selbstverständlich auf sich beruhen lassen oder du versuchst es nach einiger Zeit noch einmal. Damit deine Entschuldigung jedoch von Anfang an wirklich gelingt, solltest du einige Dinge beachten. Schlechte Entschuldigungen können die Situation ansonsten sogar noch weiter verschärfen. Forscher der Ohio State University haben sechs Komponenten herausgefunden, welche eine gute Entschuldigung ausmachen. Diese möchte ich euch gerne mitgeben, damit es beim nächsten Mal mit der Entschuldigung klappt:

1. Drück dein Bedauern aus

Die erste Komponente ist uns wahrscheinlich am geläufigsten, denn dazu gehört das klassische „Tut mir leid.“ genauso wie „Sorry.“ oder „Entschuldigung.“. Doch damit ist die perfekte Entschuldigung noch lange nicht komplett.

2. Wie ist es dazu gekommen?

Bei dieser Zutat ist eines besonders wichtig: Keine Ausreden! Erläutere wie es zu deinem Fehler gekommen ist und verzichte dabei auf Lügen oder Halbwahrheiten. Wenn du reinen Tisch machen möchtest, dann solltest du das immer komplett machen.

3. Verantwortung übernehmen für deine Fehler

Dazu sollte man sich eingestehen, dass es der eigene Fehler war. Vermeide es andere zu beschuldigen, sondern übernimm Verantwortung für dein Handeln.  

4. Was würdest du das nächste Mal anders machen?

„Aus Fehlern lernt man.“ – das hast du bestimmt schon häufiger gehört. Jetzt liegt es an dir, deinem Gegenüber zu zeigen, dass das auch wirklich so ist. Du solltest deutlich machen, was du beim nächsten Mal anders machen würdest, wenn es zu einer ähnlichen Situation kommen sollte. Auf diese Weise kann dein Gegenüber nachvollziehen, dass du aus deinen Fehlern gelernt hast oder zu mindestens lernen willst.

5. Eine Wiedergutmachung anbieten

Bestimmt gibt es eine Möglichkeit dein Fehlverhalten wieder gut zu machen. Wenn ja, dann solltest du diese deinem Gegenüber unbedingt anbieten. Damit ist gar nicht unbedingt gemeint, dass du ein Entschuldigungs-Geschenk anbietest, sondern vielmehr dazu beiträgst, dass der Fehler nicht so schwer wiegt.

6. Um Verzeihung bitten

Anders als uns das Wort „Entschuldigen“ suggeriert, können wir uns gar nicht selbst ENT-schuldigen. Das kann nur unser Gegenüber! Deswegen sollten wir um Verzeihung bitten. In der Hoffnung, dass unser Gegenüber das zuvor Mitgeteilte nachvollziehen kann und dann die Schuld von uns nimmt.

Die Wissenschaftler haben nicht nur festgestellt, dass eine Entschuldigung besser ankommt je mehr von diesen Komponenten sie beinhaltet, sondern auch, dass einige Zutaten wertvoller sind als andere. Besonders wichtig für eine gelungene Entschuldigung scheint demnach der Punkt „Verantwortung für die eigenen Fehler zu übernehmen“ zu sein. Auf Platz zwei landete das Angebot der Wiedergutmachung und im Rahmen der Studie war das Bitten um Verzeihung die Unwichtigste von allen. Das bedeutet nicht, dass man darauf verzichten sollte. Es zeigt jedoch, dass viele andere Komponenten deutlich wichtiger sind, damit unser Gegenüber die Entschuldigung annimmt und dass das Bitten um Verzeihung eher optional ist, damit die Entschuldigung perfekt wird. Wenn du beim nächsten Mal eine gute Entschuldigung brauchst, dann kennst du jetzt die nötigen Zutaten dafür. Das richtige Mengenverhältnis musst du jedoch selbst herausfinden, das ist nämlich von Entschuldigung zu Entschuldigung unterschiedlich.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner nächsten Entschuldigung!

Autorenbild von Fabian Laukamp
Fabian Laukamp

Fabian ist Psychologe und interessiert sich für alles, was dir hilft, ein besseres und gesünderes Leben zu führen. Seine Lieblingsthemen sind Stressmanagement und Schlaf. Wenn er nicht gerade in seinen Laufschuhen unterwegs ist, dann probiert er gerne verschiedene Sportarten oder tobt sich kreativ in seiner Küche aus.

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