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Morgenroutine? So sollte sie aussehen!

Autorenbild von Fabian Laukamp
Fabian Laukamp
02.11.2020 | 4 Minute(n) Lesezeit

Die meisten Menschen werden zumindest an Werktagen eine Routine am Morgen besitzen. Meistens haben sich diese Routinen einfach mit der Zeit etabliert und sind immer wieder angepasst worden. Das bedeutet bei vielen Menschen jedoch vor allem: Hektik und Stress! Das braucht man generell nicht, schon gar nicht am Morgen. Es geht also nicht darum, irgendeine Routine am Morgen zu besitzen, sondern darum, die Zeit am Morgen sinnvoll zu füllen und nicht planlos durchzuhetzen. Der Unterschied zwischen simplen Routinen am Morgen, die fast jeder hat, und einer wirklichen Morgenroutine ist also, dass die Morgenroutine ganz bewusst geplant und wahrgenommen wird.

Ich gebe euch, liebe Morgenmuffel, Snooze-Tasten-Drücker und Frühstücks-Versäumer, Tipps, wie euer Morgen nicht nur mehr Struktur bekommt, sondern auch stressfreier wird. Das Ziel: Gesunde Gewohnheiten Schritt für Schritt etablieren und langfristig vom positiven Start in den Tag profitieren.

Warum ist eine Morgenroutine sinnvoll?

Es gibt nicht die eine perfekte Morgenroutine – jeder Mensch braucht am Morgen etwas anderes. Du hast also jede Menge Freiheiten für die Gestaltung und ich gebe dir Tipps, was sinnvoll ist und warum. Die Morgenroutine ist insbesondere dafür da, sich optimal auf den Tag vorzubereiten. Immer gleichbleibende Abläufe geben uns das Gefühl von Sicherheit und genau das kann uns helfen, entspannt in den Tag zu starten. In der Anfangsphase hilft es, Verschiedenes auszuprobieren, um seine ideale Abfolge herauszufinden.

Was beinhaltet eine Morgenroutine?

Vielleicht ist dir beim Lesen der ersten Zeilen schon in den Kopf gekommen, was du jeden Morgen so machst und in welcher Reihenfolge. Drückst du morgens üblicherweise dreimal die Snooze-Taste, bevor du aufstehst? Eilst du direkt zur Kaffeemaschine, noch bevor du irgendwas anderes machst? Stehst du jeden Morgen wieder vor deinem Kleiderschrank und weißt nicht, was du Anziehen sollst? Rennst du jeden Morgen aus der Wohnung, damit du deinen Bus noch erwischst – wieder einmal ohne Frühstück? Es ist sinnvoll, eine Woche lang aufzuschreiben, was man morgens überhaupt macht. Auch die Reihenfolge ist dabei entscheidend. Anschließend kann man sich überlegen, ob und was man ändern möchte bzw. was bisher zu kurz gekommen ist. Eine Morgenroutine kann verschiedene Elemente enthalten. Ich will hier Anstöße geben und zeigen, was aus welchen Gründen sinnvoll ist. An die eigentliche Umsetzung musst du dich selbst machen und darauf achten, was mit deinen Schlafgewohnheiten übereinstimmt und was dir persönlich guttut. Wichtig hierbei: Probier Dinge aus und entscheide erst danach, ob sie aufgenommen werden. Oft lehnen wir Dinge wie eine Runde Sport von vorneherein ab, weil wir denken, dass es uns nicht guttut – es ist ja anstrengend. Wenn wir es aber einfach mal probieren, stellen wir fest, dass wir uns besser fühlen. Gute Bestandteile einer Morgenroutine sind beispielsweise:

  • Sport oder Bewegung
  • Gesundes Frühstück
  • Achtsamkeitsübungen
  • Entspannungs- oder Atemübungen
  • Kaltes Abduschen

Tipp

Für jeden gilt: Nach sieben oder acht Stunden Schlaf ist der Körper dehydriert, weswegen man seine Flüssigkeitsspeicher unbedingt am Morgen auffüllen sollte. Am Abend ein Glas Wasser neben das Bett stellen und am nächsten Tag gleich nach dem Aufstehen austrinken.

Was kann ich falsch machen?

So richtig falsch machen kannst du eigentlich nichts, schließlich sollst du dich ja daran orientieren, was dir guttut. Allerdings gibt es einige typische Gewohnheiten, die den Stresspegel am Morgen unnötig in die Höhe jagen. Dazu gehören:

  • Handynutzung
  • Zu viel für den Tag vornehmen
  • Snooze-Funktion am Wecker nutzen
  • Zu wenig Zeit für den Start in den Tag einplanen
  • Auf das Frühstück verzichten

Wie entwickle ich eine Morgenroutine?

Grundsätzlich gilt: Alles, was du am Morgen machst, sollte einen Nutzen für dich haben und gut machbar sein. Das fängt bei der Tasse Kaffee an, die du morgens bewusst auf dem Balkon trinkst und dabei die Ruhe genießt. Der Nutzen wäre hier, dass du ganz entspannt in den Tag startest. Bei der Morgenroutine geht es nicht um Selbstoptimierung – im Mittelpunkt stehen du und dein Wohlbefinden! Wichtig ist in jedem Fall, dass du dich irgendwann festlegst und deine geplante Routine durchziehst. Erst durch die regelmäßige Wiederholung werden aus den einzelnen Tätigkeiten wirklich Gewohnheiten.

Wirf aber nicht gleich alles über Bord, was du bisher gemacht hast, sondern versuche, Stück für Stück kleine Anpassungen vorzunehmen. Das ist nicht nur einfacher, sondern erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich deine Morgenroutine etabliert. Du wirst schnell merken, was dir morgens guttut und was nicht.

Wie lang muss eine Morgenroutine sein?

Eine Morgenroutine muss keine Ewigkeit dauern, sondern richtet sich danach aus, wie viel Zeit du dir nehmen willst und wie du sie einteilen kannst. Wenn deine Morgenroutine eher eine belastende Pflicht ist, machst du definitiv etwas falsch. Eine gute Morgenroutine pusht dich und gibt dir Energie, statt dir diese zu rauben! Morgenroutinen lassen sich wunderbar auch mit der Zeit ausbauen.

Schon gewusst

Auch eine Abendroutine kann deinen Start in den Tag unterstützen. Sie kann zum Beispiel das Vorbereiten des Frühstücks oder das Rauslegen deiner Kleidung beinhalten, was deinen Start in den Tag etwas entspannter werden lässt.

Du würdest gerne Sport in deine Morgenroutine integrieren, weißt aber nicht genau wie? Dann probier doch einfach mal diese 10-minütige Fit-in-den-Tag-Routine von Daniel aus!

Autorenbild von Fabian Laukamp
Fabian Laukamp

Fabian ist Psychologe und interessiert sich für alles, was dir hilft, ein besseres und gesünderes Leben zu führen. Seine Lieblingsthemen sind Stressmanagement und Schlaf. Wenn er nicht gerade in seinen Laufschuhen unterwegs ist, dann probiert er gerne verschiedene Sportarten oder tobt sich kreativ in seiner Küche aus.

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