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Psychosomatik - warum Stress uns krank machen kann

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer
19.06.2020 | 2 Minute(n) Lesezeit
Psychosomatik - Was ist das eigentlich?

Unter Psychosomatik wird eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Krankheit und Gesundheit in der Medizin verstanden. Das zugrundeliegende biopsychosoziale Modell wurde 1977 von Georg L. Engel ins Leben gerufen. In der Psychosomatik wird der Mensch als individuelle Einheit betrachtet und durch verschiedene geistige, körperliche und soziale Bedingungen beeinflusst, die sich direkt auf den Gesundheitszustand auswirken. Krankheit und Gesundheit sind nicht zwei unterschiedliche Zustände, sondern stehen in ständiger Wechselwirkung zueinander. Außerdem ist die Berücksichtigung psychischer Prozesse und psychosozialer Einflüsse für die Entstehung und Heilung körperlicher Leiden wichtig. Umgekehrt können sich jedoch auch körperliche Einschränkungen auf die Entwicklung von psychischen Störungen auswirken.

Demnach können viele körperliche Erkrankungen oder gar chronische Krankheiten auf psychische Ursachen zurückgeführt werden. Der Körper ist oftmals „ein Spiegel der Seele“. Die psychische Last, welche beispielsweise durch Stress, ungelöste Konflikte, nicht aufgearbeitete Traumata oder mangelndes Selbstwertgefühl auf den Menschen selbst einwirkt, kann sich in vielerlei Hinsicht negativ äußern. Die am häufigsten zu beobachtenden körperlichen und psychischen Reaktionen sind Verdauungsbeschwerden, Rückenschmerzen, Niedergeschlagenheit, depressive Verstimmungen und Schlafprobleme.

Kurz gesagt

Du kannst dir die Psyche in diesem Beispiel wie einen Dampfkessel vorstellen, in dem mal weniger, mal mehr Druck herrscht. Kurzfristig ist es kein Problem, wenn mal etwas mehr Druck vorhanden ist. Besteht er jedoch über einen längeren Zeitraum, muss dieser abgelassen werden. Dabei greift die Psyche auf unterschiedliche Ventile zurück. Manchmal liegen diese Ventile in der Psyche und äußern sich in negativen Gedanken, Gefühlen und Stimmungen. Es kann jedoch auch sein, dass diese Ventile im Körper selbst liegen.

Warum derartige Ursachen die Medizin vor Probleme stellen

Patienten mit körperlichen Symptomen begeben sich in der Regel zu einem Haus- oder Facharzt, der sich mit der Diagnose und Therapie des Leidens befasst. Medizinisch betrachtet sieht es oft so aus, als ob konkrete körperliche Ursachen für die Erkrankung verantwortlich sind. Kurzfristig kann durch die darauf ausgerichtete Therapie in der Regel auch eine Linderung des Krankheitszustandes beobachtet werden. Handelt es sich jedoch um psychosomatische Krankheitsursachen, kehren die ursprünglichen Beschwerden mittel- und langfristig häufig zurück. Die eigentliche Ursache des Leidens wird durch den unbearbeiteten psychischen Status des Betroffenen und den damit einhergehenden psychischen Stress nicht behoben, sodass nur das sichtbare Symptom behandelt wird. Die vorhandenen Probleme werden somit nie komplett beseitigt und kehren bei belastenden Alltagssituationen immer wieder zurück.

Was dir die Psychosomatik lehren kann

Die Psychosomatik zeigt, wie eng Psyche und Körper miteinander verknüpft sind. Dabei gibt es sowohl positive als auch negative Wechselwirkungen. Wenn dir auffällt, dass du in stressbelasteten Lebensphasen dazu neigst, bestimmte körperliche Stresssymptome auszubilden, so solltest du achtsam werden und gegenlenken. Es können eine Vielzahl von inneren und äußeren Stressoren auf dich einwirken. Versuche herauszufinden, welche dich besonders stark belasten und welche dieser Stressoren du ändern kannst. Habe keine Angst davor, dir bei Bedarf professionelle Hilfe zu suchen. Bereits kleine Änderungen in deinem Leben können große Auswirkungen haben.

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer

Ich bin Sportwissenschaftler und zusätzlich Trainer für die Bereiche Fitnesstraining, Rückenschule, Nordic Walking und Aquagymnastik. Ich mache einen gesunden Mix aus vielen verschiedenen Sportarten, am liebsten aber Kraftsport. Mein Motto: "Invent yourself. And then reinvent yourself."

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