Bewegung
Immunsystem stärken mit Sport – so funktioniert's!
07.11.2025 | 2 Minute(n) Lesezeit
Nach wie vor besteht beim wissenschaftlichen Verständnis unseres Immunsystems viel Forschungsbedarf. Es handelt sich dabei schließlich um ein komplexes System, in das unser kompletter Körper integriert ist. Dennoch ist man sich durch eine Vielzahl von bisherigen Studien sicher: Regelmäßiger Sport stärkt das Immunsystem und sorgt dafür, dass man gerade in anfälligen Zeiten resistenter durchs Leben geht. Du interessierst dich allgemein für das Thema Gesundheit? In unserem Topfit.Blog geben wir praktische Alltagstipps rund um einen gesunden Lebensstil.
Immunsystem stärken mit Sport – wie funktioniert das?
Sport ist für das Immunsystem eine natürliche Stimulation. Bei jeder Bewegungseinheit, die über ein gewisses Maß an Anstrengung hinausgeht, wird automatisch das Immunsystem aktiviert und muss arbeiten. Das hat evolutionsbiologische Hintergründe, denn Sport stellt für den Körper eine kleine Stressreaktion dar. Mussten wir uns vor einigen Jahrtausenden noch gegen andere Stämme oder Tiere verteidigen, ist die körperliche Reaktion heute eigentlich überflüssig. Geblieben ist sie trotzdem. Der Körper bereitet sich gewissermaßen darauf vor, dass er verletzt wird, und schickt gleich die Feuerwehr los, um bestimmte Erreger und Keime auf Anhieb zu eliminieren. Eine Infektion konnte er sich nicht leisten, denn die kostete oftmals das Leben. Während beim Sport selbst das Immunsystem hochgefahren wird, fällt die Immunabwehr kurz nachher in ein Loch, um sich zu erholen. Genau in dieser Zeitspanne bist du besonders anfällig für Krankheitserreger und damit Infekte. Diesen Zusammenhang zwischen Immunsystem und Sport nennt man in der Sportwissenschaft „Open-window-Effekt“.
Tipp
Gerade in kälteren Monaten solltest du darauf achten, das Risiko für eine Erkältung oder einen Infekt nach der Sporteinheit zu reduzieren, indem du dich der Jahreszeit entsprechend kleidest und dich nicht übermäßig widrigen Umständen aussetzt.
Findet die Stimulierung des Immunsystems regelmäßig statt, hat das dauerhafte positive Anpassungseffekte auf das Immunsystem. Beim Sport kommt es zu einer sogenannten Leukozytose – das heißt, dass viele verschiedene Blutkörperchen, die für die Immunabwehr zuständig sind, vermehrt im Blutkreislauf vorzufinden sind. Zwar fallen diese Parameter kurz nach Beendigung wieder ab, doch bei einigen lässt sich mittel- und langfristig ein leichter Anstieg erkennen. Auch die Immunkörper an sich arbeiten leistungsfähiger und sind aktiver. Wird dein Körper also mit Krankheitserregern konfrontiert, so kann er sich akut besser dagegen wehren. Häufige Infektionskrankheiten der Atemwege wie etwa Erkältungen, Entzündungen des Rachens und der Mandeln sind bei Freizeit-Sportlern im Vergleich zu Untrainierten deutlich seltener.
Welcher Sport ist zu empfehlen?
Grundsätzlich gilt: Jede Art von Bewegung ist gut für dein Immunsystem. Besonders zu empfehlen sind Sportarten, die dich nicht ans absolute Belastungslimit bringen. Alles, was als entspannend empfunden wird und den Körper moderat belastet, ist sinnvoll – sei es nun Yoga, Krafttraining oder Joggen. Gerade ein moderates Ausdauertraining über mindestens 30 Minuten erweist sich hierbei als besonders günstig und hat wissenschaftlich betrachtet die größten positiven Auswirkungen auf das Immunsystem.
Schon gewusst
Auf die Dosis kommt es an! Wer zu viel Sport treibt, überfordert sein Immunsystem und ist im Alltag etwas anfälliger für Erkrankungen. Deshalb sind Leistungssportler auch etwas häufiger krank als der Rest der Bevölkerung.
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