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Bewegung

Ist teures Equipment automatisch besser?

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer
04.02.2021 | 2 Minute(n) Lesezeit

Der Kauf einer Sportausrüstung ist heutzutage auf viele verschiedene Arten möglich: Ob im Fachgeschäft, dem Discounter oder dem Internethandel, nahezu überall wird man mit Angeboten und Werbung konfrontiert. Bei Personen, die sich schon jahrelang im Training befinden, wird ein Ausrüstungswechsel eher selten vorgenommen, da man die eigenen Bedürfnisse und Vorlieben kennt und sich der Umgang mit der eigenen Lieblingsmarke oft eingespielt hat. Bei Sporteinsteigern gewinnt dieses Thema jedoch besondere Bedeutung, da viel ausprobiert wird – und dementsprechend viel falsch gemacht werden kann.

Sind negative Effekte zu erwarten?

Dies sollte eine der Kernfragen bei der Anschaffung des passenden Equipments sein. Knapp gesagt geht es darum, ob mangelnde Qualität negative Konsequenzen für den Körper oder die Ausführung der Sportart hat. Handelt es sich bei der Ausrüstung um Gegenstände, die hohe Belastungen aushalten müssen und den Körper Stabilität und Sicherheit geben sollen, sollte bedächtig und aufmerksam an die Anschaffung herangegangen werden. Dies ist in erster Linie bei Sportschuhen und technikrelevanten Gegenständen wie Walkingstöcken oder Schwimmausrüstung wichtig. „Bedächtig“ heißt hierbei jedoch nicht automatisch, dass es teurer sein muss. Man sollte sich im Vorhinein aber unbedingt informieren und im Idealfall den direkten Kontakt zu einem Experten in einem Sportfachhandel oder dem Vereinswesen vor Ort suchen. Diese Vorgehensweise minimiert den Raum für mögliche Fehler bei der Wahl und beugt so möglichen Verletzungen und einer erhöhten Abnutzung vor.

Einmal eingespielt, kann die Schnäppchenjagd losgehen!

Zu Beginn gilt es also, externen Rat hinzuzuziehen und verschiedene Modelle hinsichtlich der Praktikabilität, aber auch des Komforts auszuprobieren. Man kann sich selbst danach die Frage stellen: „Fühle ich mich darin wirklich wohl? Stört etwas?”. Spürt man keine Schmerzen oder Belastungen, die über die eigentliche Sportauslastung hinausgehen, so kann man die Sportausrüstung weiterverwenden. Bemerkt man Einschränkungen oder Schmerzen, gilt es erst einmal, diese auszukurieren und danach eventuell einen Equipmentwechsel anzustreben.

Tipp

Jeder Mensch ist anders und hat individuelle körperliche Gegebenheiten. Auf Ratschläge von außen sollte man sich daher nicht blind verlassen, sondern die Tipps selber ausprobieren und prüfen, wie relevant bestimmte Aspekte für einen selbst sind.

Ist das passende Equipment gefunden, so kann man in der Regel das Modell auch über die kommenden Jahre hinweg problemlos im Trainingsalltag nutzen. In der Anschaffung der Ausrüstung kann man dann verschiedenste Handelskanäle nutzen, um den Artikel möglichst günstig einzukaufen und sich so den ein oder anderen Euro zu sparen.

Unsere körperlichen Voraussetzungen können sich allerdings auch von Zeit zu Zeit ändern. Gerade das fortschreitende Alter und eine Erhöhung oder Senkung des Körpergewichts sind oftmals Gründe, warum die bisherige Ausrüstung doch nicht mehr optimal ist und eine Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten stattfinden sollte. Dafür gilt es in erster Linie, achtsam und aufmerksam zu sein und seinen körperlichen Status sowie seine Trainingsentwicklung stetig zu hinterfragen.

Kurz gesagt

Bei Ausrüstungsgegenständen mit hohem Einfluss auf die Sportausübung selbst ist Vorsicht bei der Anschaffung eine gute Ausgangsbasis. Handelt es sich um banalere Dinge wie Sommerkleidung oder einen Sportball, kann oftmals auch problemlos zur günstigeren Variante gegriffen werden. Im Zweifel sollte man immer eine Expertenmeinung hinzuziehen!

 

Autorenbild von Robin Hofbauer
Robin Hofbauer

Ich bin Sportwissenschaftler und zusätzlich Trainer für die Bereiche Fitnesstraining, Rückenschule, Nordic Walking und Aquagymnastik. Ich mache einen gesunden Mix aus vielen verschiedenen Sportarten, am liebsten aber Kraftsport. Mein Motto: "Invent yourself. And then reinvent yourself."

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