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Ernährung

7 Mythen über das Thema Abnehmen

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel
15.09.2021 | 3 Minute(n) Lesezeit

Egal, ob es die eigenen Freunde sind, Arbeitskollegen oder Menschen auf Instagram, denen du eifrig folgst – irgendjemand meint immer, ein paar tolle Tipps in Sachen „Abnehmen“ aus dem Ärmel schütteln zu müssen, die dich effektiv nur noch mehr verwirren, anstatt dir weiterzuhelfen.
Die folgenden sieben Abnehm-Mythen sollte wirklich jeder kennen ... und zu seinem Vorteil nutzen.

1. Nach 18 Uhr nichts mehr essen!

Diese Aussage hört man immer wieder, doch sie ist schlicht und ergreifend falsch. Es ist nämlich nicht wichtig, wann du isst, sondern wie lange du danach noch wach bist. Stoffwechsel und Verdauung arbeiten nicht gut im Schlaf, weil in dieser Zeit die Körperfunktionen heruntergefahren werden. Zwischen dem letzten Essen und dem Schlafengehen sollten zwei bis drei Stunden liegen. Nachteulen dürfen sich also deutlich später einen Snack erlauben als Menschen, die früh ins Bett gehen.

2. Vollkorn hat weniger Kalorien!

Egal ob Brot, Nudeln oder Reis – die Vollkornvariante liefert ähnlich viele Kalorien wie die aus Weißmehl. Einige Vollkornprodukte weisen sogar eine höhere Energiebilanz auf. Das liegt daran, dass das volle Korn mitsamt den fetthaltigen Randschichten verarbeitet wird. Trotzdem solltest du immer die Vollkornvariante bevorzugen, denn diese enthält nicht nur mehr Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente, sondern auch sättigende Ballaststoffe. Somit isst du automatisch weniger und dadurch sparst du dann wirklich Kalorien.

3. Light macht leicht!

„Nur 0,1 Prozent Fett“, „ohne Zuckerzusatz“ oder „zero Kalorien“– oftmals versprechen solche Aufschriften auf Lebensmittelverpackungen eine gesündere und vor allem kalorienreduzierte Ernährung. In Wirklichkeit sind solche Produkte jedoch alles andere als gesund und können vor allem eins: dick machen. Fettarme Produkte enthalten zwar tatsächlich weniger Fett, allerdings ist Fett ein wichtiger Geschmacksträger. Damit fettreduzierte Produkte weiterhin schmecken, geben manche Hersteller mehr Zucker dazu. Die Folge kann sein, dass diese Nahrungsmittel trotz weniger Fett mehr Kalorien als die Originalprodukte enthalten. Kalorienreduzierte Produkte enthalten anstelle von herkömmlichem Zucker Süßstoffe und damit pro 100 g wirklich weniger Kalorien. Süßstoffe regen jedoch den Appetit an und steigern das Verlangen nach extrem süßen Lebensmitteln, wodurch man – richtig! – mehr isst.

4. Kartoffeln machen dick!

Diese Behauptung ist so pauschal falsch. Entscheidend ist die Verarbeitung. Salz- oder Pellkartoffeln sind vergleichsweise kalorienarme Lebensmittel: Sie sind deutlich kalorienärmer als Reis oder Nudeln. Kartoffeln enthalten pro 100 Gramm unter 100 Kalorien und haben einen hohen Sättigungswert. Sie stecken voller Ballaststoffe und wertvoller Kohlenhydrate. Das sorgt für ein langes Sättigungsgefühl. Heutzutage werden aber immer mehr verarbeitete Kartoffeln gegessen, deren Kaloriengehalt durch Fettzugabe und sinkenden Wassergehalt bis zu sechsmal so hoch sein kann.

5. Ausdauertraining reicht zum Abnehmen!

Wenn du regelmäßig Joggen oder Radfahren gehst, kannst du auf jeden Fall stolz auf sich sein. Beides verbrennt ordentlich Kalorien und ist besonders für Herz und Gefäße sehr gesund. Zum Abspecken reicht das alleine aber noch nicht. Wer Pfunde loswerden möchte, sollte neben Ausdauer- auch auf Krafttraining setzen. Ausdauersport baut zwar Fett ab, regt aber das Muskelwachstum kaum an. Weil mehr Muskelmasse mehr Energie verbraucht, ist zusätzliches Krafttraining empfehlenswert. Dafür musst du nicht unbedingt Gewichte stemmen. Zwei- bis dreimal 20 Minuten Krafttraining pro Woche mit dem Theraband oder dem Eigengewicht reichen völlig aus.

6. Alkohol regt die Fettverbrennung an!

Für einige gehört nach einem fettigem Essen ein Verdauungsschnaps dazu. Der berühmte Verdauungsschnaps ist jedoch ein Mythos. Alkohol fördert nämlich die Fettspeicherung und bremst die Verdauung. Um den Alkohol, der eigentlich ein Nervengift ist, schnell wieder loszuwerden, baut ihn der Körper sofort ab. Die Verdauung von Kohlenhydraten, Fett und Protein steht erst mal still, stattdessen werden die Fettdepots gefüllt. Der Verdauungsschnaps macht also genau das Gegenteil von dem, was ihm nachgesagt wird!

7. Sauna hilft beim Abnehmen!

Der wohl bekannteste Sauna-Mythos dreht sich um den Gewichtsverlust in der heißen Schwitzstube. Beim Saunieren werden aber leider keine Kalorien verbrannt. Stellt man nach dem Gang in die Sauna erfreut fest, dass man deutlich weniger auf die Waage bringt, freut man sich zu früh. Der Gewichtsverlust ist in diesem Fall auf das Schwitzen zurückzuführen. Geübte Saunagänger verlieren bis zu 1,5 Liter Schweiß pro Saunagang – und der besteht zu 99 Prozent aus Wasser. Auf der Waage wirkt es so, als hätte man tatsächlich abgenommen. Durch das Trinken im Anschluss erreicht man aber schnell wieder sein ursprüngliches Gewicht.

Was dich auch ins Schwitzen bringt, aber im Gegensatz zum Saunieren garantiert beim Abnehmen hilft, ist dieses Cardio-Workout, das lästige Fettpölsterchen im Nu schmelzen lässt.

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Daniel Büschel

Daniel Büschel ist Gesundheitsmanager. Für ihn ist klar, dass die meisten körperlichen Probleme aufgrund von zu wenig Bewegung entstehen. Auch eine gesunde Ernährung ist für ihn ein wichtiger Faktor. Deshalb möchte er andere Menschen dazu inspirieren, sich mehr zu bewegen und sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Seine Leidenschaft sind Functional Fitness und das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Sein Motto: "The body is made for movement, so don't waste it. Move yourself!"

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