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Brainfood - Essen für's Gehirn

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel
05.06.2020 | 3 Minute(n) Lesezeit

Geistig fit zu sein ist für uns alle eine wichtige Fähigkeit. Wie wichtig sie für uns ist, merken wir oftmals erst, wenn unsere geistige Leistungsfähigkeit nachlässt, wir Schwierigkeiten haben uns zu konzentrieren oder ständig Sachen vergessen. Wenn wir geistig fit sind, können wir bestimmte Fähigkeiten unseres Gehirns wie z.B. Konzentration, Aufmerksamkeit oder Erinnerungsvermögen problemlos abrufen. Für ein optimales Funktionieren jeder dieser Fähigkeiten laufen im Gehirn unzählige Denkprozesse ab. Damit dein Gehirn jedoch Höchstleistungen vollbringen kann, muss es gut versorgt sein. Denn nur mit dem richtigen Treibstoff können alle Prozesse im Gehirn optimal ablaufen.

Welche Rolle spielt Ernährung für die geistige Fitness?

Es gibt zwar keine Lebensmittel, die gezielt intelligenter machen. Unser Gehirn ist jedoch in besonderer Weise auf Wasser, Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe angewiesen. Nur dann funktioniert es optimal. Ein Mangel an Energie und wichtigen Nährstoffen führt dazu, dass die Gehirnleistung nicht voll ausgeschöpft werden kann. Denn unser Gehirn benötigt eine Menge Energie. Obwohl es nur ca. 2% unseres Körpergewichts ausmacht, verbraucht es ungefähr 20% der Energie, die unserem Körper zur Verfügung steht. Das Gehirn einer Frau, die täglich 1.500 kcal zu sich nimmt, verbrennt also 300 kcal am Tag. Auch auf bestimmte Nährstoffe ist unser Gehirn besonders angewiesen. Sie wirken sich dabei ganz unterschiedlich auf den Körper aus. Einige fördern die Durchblutung des Gehirns, andere liefern Grundbausteine für den Stoffwechsel und Zellaufbau. Bestimmte Lebensmittel sind reich an diesen Nährstoffen und deshalb besonders wertvoll für dich.

Ein paar dieser sogenannten Brainfoods möchte ich dir hier vorstellen:

Wasser

Fast 85% des Gehirns besteht aus Wasser. Flüssigkeitsmangel kann zu Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwächen führen. Außerdem können Sauerstoff und Nährstoffe schlechter durch den Körper und ins Gehirn transportiert werden. Deshalb solltest du mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser am Tag zu dir nehmen, um dein Gehirn aktiv zu halten.

Fisch

Fette Fische wie Lachs, Thunfisch, Hering oder Makrele sind eine ideale Quelle für Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil jeder deiner fast 90 Milliarden Nervenzellen im Gehirn. Sie sind ein wesentlicher Baustein für die Struktur und Funktionalität deines Gehirns und können deine Hirnleistung verbessern. Ist jedoch zu wenig davon im Gehirn vorhanden, verringert sich die Flexibilität der Gehirnzellmembranen und die Kommunikationsgeschwindigkeit zwischen deinen Gehirnzellen lässt nach. 2-3 Mal die Woche sollte deshalb Fisch auf deinem Speiseplan stehen. Für Vegetarier sind Leinsamen, Lein- oder Rapsöl sowie Walnüsse eine Möglichkeit, Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen.

Nüsse

Nüsse sind reich an Vitamin E und B6, Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sowie Antioxidantien und Eisen. Sie haben einen starken positiven Einfluss auf die Gehirntätigkeit. Egal ob Mandeln, Cashews, Walnüsse oder Paranüsse, bereits 30 Gramm täglich halten dein Gehirn fit. Nicht umsonst sind sie oft Hauptbestandteil des Studentenfutters.

Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte

Glukose (Traubenzucker) ist der Treibstoff des Gehirns. Da es aber Glukose nicht speichern kann, sollte eine konstante Zufuhr gewährleistet sein. Süßigkeiten sorgen als kurzkettige Kohlenhydrate für einen kurzfristigen Zuckerschub, lassen aber deinen Blutzuckerspiegel schnell wieder in den Keller sinken. Das führt nach einer kurzen "Powerphase" zu Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Dein Gehirn braucht aber über eine längere Zeit konstante Energiezufuhr. Vollkornbrot oder Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen enthalten langkettige Kohlenhydrate, die dein Körper langsam und über einen längeren Zeitraum zerlegt. Dadurch halten sie den Blutzuckerspiegel über eine lange Zeit konstant.

Grüner Tee

Grüner Tee enthält Koffein und L-Theanin, welche die Aufmerksamkeit und Konzentration verbessern können. Außerdem wirkt sich grüner Tee dank der antioxidativen Eigenschaften seiner sekundären Pflanzenstoffe langfristig positiv auf Vergesslichkeit und degenerative Krankheiten wie Alzheimer aus.

Beeren

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Resveratrol bringen das Gehirn in Fahrt. Sie schützen unsere Zellen vor oxidativem Stress und bewahren sie somit vor Schaden. Da das auch für die Gehirnzellen gilt, schützt der regelmäßige Verzehr von Beeren vor dem Nachlassen der Hirnleistung.

Tipp

Blaubeeren sind besonders reich an sekundären Pflanzenstoffen. Bereits eine Hand voll morgens ins Müsli kann die Hirnleistung nachweislich verbessern.

Grünes Blattgemüse

Salat, Grünkohl oder Spinat enthalten viel Folsäure. Diese fördert durch seine zellbildenden und zellregenerierenden Eigenschaften das Gedächtnis. Da dein Körper sie nicht selbst herstellen kann, ist er auf eine Zufuhr über die Nahrung angewiesen.

Mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung unterstützt du also bereits automatisch deine geistige Fitness, da viele der Brainfoods darin ohnehin enthalten sind.

 

Autorenbild von Daniel Büschel
Daniel Büschel

Daniel Büschel ist Gesundheitsmanager. Für ihn ist klar, dass die meisten körperlichen Probleme aufgrund von zu wenig Bewegung entstehen. Auch eine gesunde Ernährung ist für ihn ein wichtiger Faktor. Deshalb möchte er andere Menschen dazu inspirieren, sich mehr zu bewegen und sich mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Seine Leidenschaft sind Functional Fitness und das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Sein Motto: "The body is made for movement, so don't waste it. Move yourself!"

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